Bei der Zugsübung der FF Haid am 25.09.2026 wurde ein anspruchsvolles Verkehrsunfallszenario mit mehreren Gefahrenstellen und eingeklemmten Personen angenommen.
Zwei Fahrzeuge waren in einen Verkehrsunfall verwickelt und begannen leicht zu brennen. In einem Fahrzeug war der Fahrer im Bereich des Oberkörpers durch ein Staffelholz, das durch die Windschutzscheibe in den Innenraum ragte, eingeklemmt. Unter dem zweiten Fahrzeug befand sich ein eingeklemmtes Kind.
Zusätzlich wurde ein Brand einer Gasflasche simuliert. Diese musste zunächst aus sicherer Entfernung gekühlt werden, bevor ein gefahrloses Abdrehen möglich war. Aufgrund der besonderen Gefahren durch eine erhitzte Gasflasche wurde dabei besonders auf den notwendigen Sicherheitsabstand geachtet.
Nach der Brandbekämpfung wurden die Unfallfahrzeuge gesichert und stabilisiert. Um das eingeklemmte Kind möglichst schonend zu befreien, wurde ein Fahrzeug angehoben und dadurch der notwendige Rettungsweg geschaffen.
Die Rettung des zweiten Patienten gestaltete sich deutlich schwieriger. Um den Inneren Retter in das Fahrzeug bringen zu können, wurde zunächst der Kofferraum geöffnet. Anschließend wurde das Dach des Fahrzeuges entfernt. Der Fahrer konnte danach mittels Spineboard schonend aus dem Fahrzeug gerettet werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Übung lag auf der Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb des Zuges. Die Kommunikation vom Einsatzleiter zu den Gruppenkommandanten und weiter zu den eingesetzten Kräften funktionierte sehr gut. Dadurch konnten die einzelnen Maßnahmen koordiniert und die anspruchsvollen Rettungsarbeiten strukturiert abgearbeitet werden.
Die Übung bot zahlreiche Möglichkeiten, die Zusammenarbeit, die technische Menschenrettung sowie das Vorgehen bei gleichzeitigem Fahrzeug- und Gasflaschenbrand zu trainieren.
Eine spannende und fordernde Übung, die einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig ein koordiniertes Vorgehen bei komplexen Einsatzlagen ist.