KATSDORF, Bezirk Perg. In der Nacht auf den 29. April kam es in der Gemeinde Katsdorf zu einem Großbrand eines landwirtschaftlichen Objekts. Ein Vierkanter stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand.
Der Drohnenstützpunkt der FF Haid wurde heute um 01:45 zu einem Brand in Katsdorf alarmiert.
In den frühen Morgenstunden, gegen 01:40 Uhr, gingen mehrere Notrufe bei der Feuerwehr ein. Gemeldet wurde ein Vollbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Ortschaft Edt, Gemeinde Katsdorf. Anrainer waren durch ungewöhnliche Geräusche auf den Brand aufmerksam geworden, schlugen umgehend Alarm und handelten vorbildlich: Noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte konnten sie die beiden Hausbewohner aus dem Gebäude retten und in Sicherheit bringen. Auch mehrere Schafe wurden durch Nachbarn aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Wirtschaftstrakt bereits in Vollbrand. Starke Windböen fachten das Feuer zusätzlich an und führten zu erheblichem Funkenflug, wodurch eine Ausbreitung auf umliegende Bäume begünstigt wurde. Diese stellten eine zusätzliche Gefahrenquelle dar und mussten von den Einsatzkräften laufend kontrolliert und abgelöscht werden.
Aufgrund der abgelegenen Lage des Objekts wurde eine umfangreiche Löschwasserversorgung aufgebaut. Diese erfolgte über eine rund zwei Kilometer lange Zubringerleitung von einem entfernten Hydranten. Zusätzlich unterstützten mehrere Landwirte die Einsatzmaßnahmen mit Vakuumfässern. Die Einsatzführungsunterstützungs-Einheit sowie die Drohne waren bei der Brandbekämpfung besonders hilfreich. Ein Sonderfahrzeug mit Löschmulde wurde als Löschwasserpuffer auch hinzugezogen. Einige Schafe wurden von der Feuerwehr mit der Drohne gesucht und wieder eingefangen.
Die Brandbekämpfung erfolgte sowohl im Innen- als auch im Außenangriff und dauerte bis in die Morgenstunden an. Trotz des massiven Einsatzes konnte der Wirtschaftstrakt nicht mehr gerettet werden und wurde vollständig zerstört. Ein Teil des angrenzenden Wohnbereichs konnte jedoch erfolgreich geschützt und vor den Flammen bewahrt werden.
"Das Zusammenspiel der vielen Kräfte funktionierte gut, die Abläufe verliefen Schlag auf Schlag und alle arbeiteten Hand in Hand." - so Hannes Mayböck, Einsatzleiter (Kommandant der FF Lungitz)
Insgesamt standen an die 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Unterstützt wurden sie von der Polizei sowie dem Roten Kreuz. Personen kamen nach derzeitigem Stand nicht zu Schaden. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden von der Polizei aufgenommen.
Textquelle: BFK Perg / Victor Vogelsang